Wie funktioniert eine Kindertherapie?

Entwicklungsorientierte Therapie

Jedes Lebensalter bringt spezifische Entwicklungsaufgaben mit den dazugehörenden Krisen mit sich – übrigens auch bei Erwachsenen. Ein Kleinkind lernt beispielsweise, seine Körperfunktionen zu kontrollieren oder alleine zu schlafen; ein Kindergartenkind übt, sich auch ohne Anwesenheit der Eltern in einer Gleichaltrigengruppe zurecht zu finden. Grundschüler versuchen (hoffentlich), sich an Regeln zu halten und immer selbstständiger zu arbeiten. Jugendliche finden in ihre eigene Rolle und setzen sich mit Beziehungen, Lebenszielen und Ablösungsprozessen auseinander.


Eine Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen berücksichtigt im besonderem Maße die entwicklungspsychologischen Eigenheiten des jeweiligen Kindes: bei der diagnostischen Beurteilung, in der Auswahl angemessener Therapieziele und in der Wahl passender Methoden.


Manchmal entspricht das Entwicklungsalter eines Kindes (noch) nicht dem Lebensalter. Ein Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut hat Kenntnisse und diagnostische Mittel, um die tatsächlichen kognitiven, emotionalen und sozialen Kompetenzen einzuschätzen und zu fördern.

Kontextorientierte Therapie

Je jünger ein Kind ist, desto stärker werden die Eltern in die Therapie eingebunden. In vielen Fällen übernehmen sie die Rolle der “Co-Therapeuten”, indem sie gemeinsam besprochene und geplante Interventionen im Alltag umsetzen. Je älter die Kinder werden, desto bedeutsamer werden Gespräche und eigene Einsichten innerhalb der Therapie. Dabei werden häufig auch spielerische und kreative Methoden eingesetzt. 


Eine Therapie mit Kindern berücksichtig immer das konkrete Lebensumfeld des Kindes. Deswegen werden bei Bedarf auch Bezugspersonen aus dem Kindergarten oder der Schule in die Behandlung integriert.


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